Das deutsche Cover zu 'Der Junge und das Biest'. (Copyright: Universum Film, 2015)

Der Junge und das Biest

Plakat

Originaltitel: Bakemono no ko

Laufzeit: 119 Minuten

FSK: 12

Besetzung: Bryn Apprill, Kumiko Asô, Morgan Berry

Regie: Mamoru Hosoda

Verleih Deutschland: Universum Film

Ab dem 29. Juli 2016 auf DVD und BD.

 

Nach dem Tod seiner Mutter soll der neunjährige Ren bei Pflegeeltern leben. Sein Vater ist nach der Scheidung nicht mehr aufzufinden. Ren flüchtet. Er wird von Kumatetsu aufgesammelt. Dieser lebt in der Tierwelt. Einer Welt, die neben der unseren existiert. Sie wird von Biester beherrscht. Dieser möchte sich zur Ruhe setzen und ein Gott werden. Der Kampf um seinen Nachfolger wird zwischen Iozen und Kumatetsu entschieden. Beide müssen dafür einen Schüler aufweisen. Kumatetsu wählt Ren aus und der wird ihm gehörig in den Hintern treten.

Für gewöhnlich ist es wie folgt: Ein Autor schreibt ein erfolgreiches Buch und zieht so die Aufmerksamkeit der Filmstudios auf sich. Bei Mamoru Hosodas “Der Junge und das Biest” ist es umgekehrt. Der Film lief bereits erfolgreich in Japan und wurde mit mehreren Preisen geehrt. Seit dem 25. April 2015 erscheint eine Mangaumsetzung des Films in dem Magazin Shōnen Ace. In Deutschland ist die Serie seit Mai 2016 in Tokykopop zu lesen.

Szenenbild 1

Die Geschichte beginnt simpel und vorhersehbar. Ren und Kumatetsu haben sich von Beginn an in der Wolle. “Der Junge und das Biest” ist kein animiertes “Karate Kid”. Um Iozen besiegen zu können, müssen beide erst erwachsen werden. Der Kampf spielt eine untergeordnete Rolle. Im zweiten Teil des Films findet Ren in die Welt der Menschen zurück. Hier schlägt der Film eine wesentlich düstere Stimmung an. Es geht um die Macht von Wissen und den Kampf gegen das dunkle Innere. Ein paar Anleihen von Moby Dick inklusive.

Extras sucht der Zuschauer auf der DVD und einfachen BD umsonst. Lediglich ein paar Trailer werben für weitere Filme. Besser sieht die Doppel BD aus. Sie bietet ein ausführliches Booklet und u.a. ein Making-Off. In allen Versionen ist der Film mit deutscher und japanischer Tonspur und optionalen deutschen Untertiteln enthalten.

Fazit:

Mamoru Hosodas “Der Junge und das Biest” ist eine locker und etwas düstere Geschichte über zwei unterschiedliche Charaktere. An die Qualität seiner Vorfilme kommt der Regisseur zu keiner Zeit heran. Zu gehetzt wirkt die Story und etwas mehr Tiefe ist zu wünschen.

Film: 7/10

Links: http://www.imdb.com/title/tt4272866/

 

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Über den Author:

JensLiebt Filme und sammelt Trailer. Wenn er keine Filme schaut, schreibt er Kritiken oder treibt den technischen Fortschritt voran.Zeige alle Artikel von Jens →