Deutsches Hauptplakat Zu Die Bestimmung Divergent

Die Bestimmung – Divergent

Plakat

Originaltitel: Divergent

Laufzeit: 139 Minuten

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Shailene Woodley, Theo James, Kate Winslet, Zoe Kravitz, Jai Courtney, Ashley Judd

Regie: Neil Burger

Seit dem 28. August 2014 auf DVD erhältlich.

 

I m Chicago der Zukunft werden die Bewohner Fraktionen zugeteilt, die ihren natürlichen Charaktereigenschaften am besten entsprechen: Ferox (die Furchtlosen), Candor (die Ehrlichen), Ken (die Gelehrten), Amite (die Friedfertigen) und Altruan (die Selbstlosen). Jeder 16- jährige Bewohner erhält die Chance, einmalig seine Fraktion, in die er geboren wurde, zu wechseln, nachdem ein Eignungstest festgestellt hat, in welche Fraktion man am besten passt. Beatrice (Shailene Woodley), eine geborene Altruan, erhält hierbei ein äußerst seltenes und gefährliches Ergebnis: Sie ist eine Unbestimmte, die zu drei Fraktionen passt. Unbestimmte werden, da sie den Frieden der Gesellschaft gefährden, gejagt. Beatrice entscheidet sich gegen ihre eigene Fraktion und gehört von nun an den Ferox an. Hier gilt es für sie nun, sich zu beweisen und einzufügen. Zur Seite steht ihr hierbei Four (Theo James), von dem sie sich sofort angezogen fühlt.

Szenenbild 1

Die Grundstory von „Divergent“ erscheint nicht unbekannt: Wir haben eine Gesellschaft in der Zukunft, die kurz vor der Zerstörung stand und sich neu organisiert hat. Die Rollenverteilung in der Gesellschaft ist vorgegeben. Und das alles wird (natürlich)noch verfeinert mit einer Liebesgeschichte. Soweit nichts neues, das alles durften wir in den letzten Jahren zum Beispiel schon in „Die Tribute von Panem“ oder „Hüter der Erinnerung“ sehen. Was unterscheidet „Die Bestimmung – Divergent“ nun aber von all den Filmen des Genres und macht ihn sehenswert?

 

Szenenbild 2

Der erste Teil der „Bestimmungs“- Trilogie dreht sich zunächst um Tris Ausbildung in der Fraktion und ihre Probleme, sich in der System einzufügen. Die Fraktionen der Gesellschaft sind starr eingeteilt und sind Stereotypen, in die sich in einer normalen Gesellschaft wohl nur schwer jeder einfügen lässt. So geht es auch Tris, die als Unbestimmte gleich Charaktereigenschaften dreier Fraktionen erfüllt. So muss sie erstmal lernen, sich einzugliedern und sich wie eine Ferox zu benehmen. Erst im letzten Drittel des Films wird klar, worum es eigentlich wirklich gehen soll in der Trilogie: Die Unbestimmten sollen ausgelöscht werden, da sie eine Gefahr für das System darstellen. Dieser Handlungsstrang wird dann in den nächsten 3 Filmen (ja, auch hier wurde mal wieder der dritte Teil der Trilogie in zwei Filmen umgesetzt) thematisiert werden.

Bei der Flut an Jugendbuchverfilmungen könnte man nun meinen, dass man das alles schon gesehen hat, aber dieses Gefühl kommt an keiner Stelle auf. Es war recht angenehm, den ersten Film über erstmal mehr über die Gesellschaft, die Fraktionen und ihre Streitereien untereinander zu erfahren. Es fällt einem zudem leicht, sich mit Tris, der es schwer fällt sich in das Fraktionensyystem richtig einzufügen, zu identifizieren, vor allem wenn man dann selbst anfängt darüber nachzudenken, welcher Fraktion man sich selbst anschließen würde. Im Vergleich zu anderen Jugendbuchverfilmungen ist der Actionanteil in „Divergent“ zudem recht hoch, die Kampfsequenzen machen beim Zusehen sehr viel Spaß und so werden auch die Männer auf ihre Kosten kommen.

Szenenbild 3

Shailene Woodley hat die Hauptrolle als Tris übernommen. Shailene ist ein wirklich süßes Mädchen, das in Zukunft sicher noch die ein oder andere Rolle ergattern wird. Gerade durch ihre brauen, großen Rehaugen und ihr runden Gesicht hat sich jedoch leider das Problem, dass sie den Großteil des Films eher ängstlich guckt und ihr Repetoire an Gesichtsausdrücken eher begrenzt war (nicht falsch verstehen, im Vergleich zu Kristen Stewart hat Shailene da wirklich enorm viele Gesichtsausdrücke!), was sicherlich zur Rolle passt, aber eben schauspielerisch noch sehr viel Luft nach oben lässt. Für die Rolle hat das aber voll und ganz ausgereicht, da Tris nunmal als Neuling in der Fraktion ängstlich ist.

Theo James als Four ist genau das, was man einen klassischen Mädchenschwarm in Jugendbuchverfilmungen nennen kann: seine Gene sind nicht die schlechtesten, durchtrainiert ist er auch noch und dann hat er auch noch ein Herz für das Durchschnittsmädchen des Films, die sonst von niemandem richtig als „Loveinterest“ beachtet wird. Theo passt also perfekt in seine Rolle und hat alles richtig gemacht.

Ansonsten passt Jai Courtney sehr gut in die Rolle des bösen Ferox- Trainers und er zeigt mehr und mehr, dass er im Actiongenre gut aufgehoben ist. Kate Winslets Rolle als Anführerin der Ken fällt im ersten Teil noch eher klein aus, man kann aber erahnen, dass man sie in den kommenden Teilen sicher als Gegenspielerin von Tris nicht leiden kann, was ja so gewollt ist.

Szenenbild 4

Fazit:
„D ie Bestimmung – Divergent“ ist für Fans von Jugendbuchverfilmungen definitiv ein Muss und gerade durch den hohen Actionanteil auch was die Männer unter euch. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es in den nächsten Teilen weiter geht. 8/10 Punkten.

 

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