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Ghost in the Shell – Arise 5: Pyrophoric Cult

Plakat

Originaltitel: Kōkaku Kidōtai Araizu

Laufzeit: 48 Minuten

FSK: ab 16 Jahren

Besetzung: Tilo Schmitz, Joachim Tennstedt, Katrin Zimmermann, Christin Marquitan

Regie: Kazuchika Kise

Im Verleih von Universum Anime.

Seit dem 28. Juli auf Silberscheibe und Blauling.

Viel ist passiert in Newport City. Motoko Kusanagi und ihr Team konnten schon einige Bedrohungen ausschalten und kamen so einem viel zu fähigen Hacker auf die Schliche. Der hat auch mittlerweile einen Namen: „Pyromaniac“. Ergibt durchaus Sinn, wenn man bedenkt, dass er auch ein Virus mit Namen „Firestarter“ schrieb. Jedenfalls, alles ist klar für das große Finale!

Szenenbild 1

Und was für ein Finale wir bekommen! Schon in der ersten Hälfte punktet Folge fünf von „Ghost in the Shell: Arise“ mit einer sehr, sehr gelungenen Cyberspace-Action-Szene, in der Kusanagi einen Hacker-Angriff auf ein Cyberbrain abwehren muss. Das ist hübsch visualisiert (endlich wirkt die eher detailarme Optik einmal passend), sehr kurzweilig inszeniert und als Kirsche obendrauf sind die Logikomas auch mit am Start! Herrje, allein hierfür lohnt es sich, seine Lebenszeit in diese Folge zu investieren. Und zum Ende hin fährt man dann noch größere Geschütze auf: Kampfhubschrauber, Special Forces, wieder ein Hack, und wieder Logikomas! Jepp, das fetzt. Und wenn zwischen all der Action dann noch ein ruhiger Disput zwischen Kusanagi und Pyromaniac passiert, dann fühlt es sich auch wieder so richtig schön nach „Ghost in the Shell“ an. Doch, diese Folge macht Laune.

Szenenbild 2

Am Ende erwarten Team Kusanagi ein deutlicher Etappensieg und eine dicke Belobigung vom Premierminister. Was natürlich sehr schön ist. Aber gleichzeitig wird uns auch klar gemacht, dass die letzte Schlacht erst noch kommt. Schon wieder erst noch kommt, will man fast sagen. Schließlich wurde „Arise“ ursprünglich als Vierteiler angekündigt und die vorliegende fünfte Folge war ursprünglich eine exklusive Zusatz-Episode der Fernseh-Schnittfassung „Ghost in the Shell – Arise: Alternative Architecture“ (weshalb sie auch etwas kürzer geriet). Wie dem auch sei, der nächste Halt steht schon fest: „Ghost in the Shell:  The New Movie“. Die Prequel-Reihe mündet also in einen Prequel-Film. Immerhin, bei einem normalen Film dürfte einer sinnvollen Veröffentlichung zu einem üblichen Preis wieder nichts mehr im Wege stehen.

Szenenbild 3
Fazit:
Nicht nur ist „Pyrophoric Cult“ eine der unterhaltsamsten Folgen der „Arise“-Reihe, sie stellt auch einen gelungenen Abschluss dar, die einen optimistisch in Richtung filmische Fortsetzung blicken lässt. Wir vergeben 7/10 Punkte dafür, was uns für die gesamte Reihe zu einem abschließenden Urteil von 7/10 Punkten kommen lässt. Konnte sich die Reihe also letztlich doch noch nach oben steigern. Inwiefern allerdings es sich verlohnt, für eine insgesamt ganz gut gelungene, im Detail aber doch etwas durchwachsene Miniserie den Gegenwert von drei Filmen zu investieren – nun, diese Entscheidung muss wohl jeder für sich treffen.
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Über den Author:

MartinLiebt das Kino als natürlichen Lebensraum großartiger Filme, wobei „großartig“ für ihn all das ist, was das Hirn zermartert oder das Herz zerreißt – jeweils im Guten wie im Schlechten und gern auch beides auf einmal. Schwärmt derzeit am liebsten über „Manifesto“, „A Silent Voice“ und „Die Erfindung der Wahrheit“ – außerdem immer wieder gern über „Project Itoh – Harmony“ und „La Grande Bellezza“. Ist vorfreudetechnisch mit 2017 durch, freut sich dafür aber umso inniger, zu Beginn des neuen Jahrs "Your Name" auf Leinwand sehen zu dürfen.Zeige alle Artikel von Martin →