Das deutsche Kinoposter zu 'Knock Knock'. (Copyright: SquareOne/Universum, 2015)

Knock Knock

Plakat

Originaltitel: Knock Knock

Laufzeit: 99 Minuten

FSK: 16

Besetzung: Keanu Reeves, Lorenza Izzo, Ana de Armas

Regie: Eli Roth

Verleih Deutschland: Universum Film GmbH

Ab dem 10. Dezember 2015 in den Kinos.

 

Evan Webber hat Familienfrei. Seine Frau Karen fährt mit den Kindern über das Wochenende weg und Evan hat das Haus für sich allein. Statt eine Party zu schmeißen, arbeitet er, bis es an der Tür klopft. Davor stehen zwei junge Frauen die sich verirrt haben. Evan bittet sie herein. Zu spät realisiert er, dass er gerade seine Ehe, Reputation und Leben auf das Spiel gesetzt hat.

Mit seinem Debüt „Cabin Fever“ schuf Eli Roth einen Klassiker des Gore Horrors. Wenige Jahre später setzte er mit „Hostel“ die Masslatte des Torture Horror nach oben. Da er durch diese beiden Filme den meisten Fans des Genres ein Begriff ist, wird gern mit ihm geworben. Meist ist er jedoch nur als Produzent, statt als schaffende Hand, tätig. Sein letzter Film „The Green Inferno“ dümpelt seit 2013 durch diverse Festivals und findet erst dieses Jahr seinen Weg auf die normale Leinwand. In Deutschland meidet er diesen Umweg und landet direkt auf DVD und BD. Zu diesem Film aber später in einer eigenen Kritik mehr. „Knock Knock“ ist Roth fünfter Langfilm und startet bevor sein Vierter in den meisten Regionen überhaupt einen Starttermin hat.

Szenenbild 2

Knock Knock“ ist klassisches Home Invasion. Hier wird das Grauen sogar freiwillig eingeladen. Als seine Gäste Evan der Vergewaltigung und Pädophilie bezichtigen, kann er nicht anders, als ihren Ausschweifungen  zuzusehen. Im Verlauf der Story hat er einige Chancen zu fliehen. Diese werden aber aus Gründen der Spannung natürlich ungenutzt gelassen. Genesis und Bel, grandios von Lorenza Izzo und  Ana de Armas gespielt, steigern sich immer weiter in ihren Terror hinein. Dieser wird von den Zuschauern unterschiedlich aufgenommen. Es ist schön, dass nicht schon wieder eine Frau das Opfer ist. Dieses Thema ist ausgelutscht. Das führt dazu, dass männliche Zuschauer diesmal mehr schwitzen als weibliche. Wer auch nur Oberflächlich die Nachrichten verfolgt weiß, wie existenzbedrohend die erhobenen Anschuldigungen sind. Einmal erhoben ist es egal ob sie der Wahrheit entsprechen. Der Beschuldigte wird öffentlich vernichtet.

Schwachpunkt des Films ist Keanu Reeves. In „John Wick“ wurde er als zurückgekehrter Actionheld gefeiert. In „Knock Knock“ ist er sehr lustlos dabei. In der Kopfhörrerszene überacted er so weit, dass es fast lächerlich ist. Die Deutsche Fassung hat außerdem mit einer schlechten synchrinisierung zu kämpfen.

Fazit:

Eli Roth hat einen guten Home Invasion Streifen geschaffen. Leider schaden ihm die schlechte deutsche Syncro und die Lustlosigkeit von Keanu Reeves. Für einen Horrorabend zuhause lohnt er sich. Einen Kinobesuch ist er nicht wert.

Film: 5/10

Links: http://lionsgateathome.com/knock-knock

 

 

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Über den Author:

JensLiebt Filme und sammelt Trailer. Wenn er keine Filme schaut, schreibt er Kritiken oder treibt den technischen Fortschritt voran.Zeige alle Artikel von Jens →