Mama Hauptplakat

Mama

Mama - Hauptplakat

Originaltitel: Mama

Laufzeit: 100 Minuten

FSK: 16 Jahre

Hauptdarsteller: Jessica Chastain, Nikolaj Coster-Waldau, Megan Charpentier, Isabelle Nelisse

Regie: Andrés Muschietti

Ab dem 18. April 2013 in den Kinos.

 

Als Jeffrey durch die Finanzkrise alles verliert, erschießt er seinen Geschäftspartner und dessen Frau. Die beiden Töchter Victoria und Lilly entführt er. Auf der Flucht haben die drei einen Autounfall. Sie retten sich in eine verfallene Waldhütte. Dort versucht Jeffrey die Mädchen zu töten. Doch ein Geist verhindert den Mord und nimmt sich der Mädchen an.

Lucas, der Onkel der Mädchen hat auch nach fünf Jahren die Suche noch nicht aufgegeben. Überraschend werden Victoria und Lilly gefunden. Lucas und seine Freundin Annabel adoptieren die Mädchen. Allerdings hat der Geist, den die Mädchen Mama nennen, nicht vor die beiden einfach gehen zu lassen…

Szenenbild 1

“Mamma” ist Andrés Muschiettis erster Kinofilm. 2008 dreht er einen gleichnamigen Kurzfilm, aus dem dieser Film entstanden ist. Er hat sich ein im Horrorgenre relativ unverbrauchtes Thema ausgesucht. Die Verbindung zwischen Mutter und Kind wird gesellschaftlich sehr glorifiziert. So liegt es als Horrorthema sehr nah. Beide Mädchen sind zwischen dem Geist Mama und ihrem Onkel und dessen Partnerin hin und her gerissen. Wobei Lilly sich stärker als Victoria gegen die neuen Eltern wehrt.

Szenenbild 2

Mit Megan Charpentier und Isabelle Nélisse hat der Regisseur eine gute Wahl getroffen. Beide spielen die Kinder überzeugend. Auch Jessica Chastain und Nikolaj Coster-Waldau spielen die Ersatzeltern ausgezeichnet. Jessica Chastain zeigt wieder ihre Wandlungsfähigkeit. Die Filmbranche hat mit ihr eine hervorragende Schauspielerin gefunden. Der gesamte Cast macht das Beste was die Charaktere hergeben. Annabel Jones macht ihre Wandlung von widerspenstiger Rockerin zur führsorglichen Ersatzmutter jedoch zu schnell durch. Die Entwicklung ist zu Beginn gut gemacht, doch scheint den Autoren Neil Cross und Andrés und Barbara Muschietti in der Mitte die Zeit auszugehen. Deswegen legen sie den Schalter für Annabel zu schnell um.

Szenenbild 3

Mamma” ist kein Hau-drauf-Horror. Andrés Muschietti hält sich mit seiner Inszenierung zurück. In dem ganzen Film gibt es keinen Tropfen Blut zu sehen. Er versucht mehr auf einer psychologischen Ebene zu spielen. Das gelingt ihm, trotz dass der Zuschauer Mama relativ früh sieht, sehr gut. Dieser Wissensvorsprung schadet dem Film nicht. Außer dem Geist Mama selbst gibt es wenig CGI. Das Bild besteht aus vielen Brauntönen, zu denen sich später einige hellere Farben gesellen. Doch bleibt es immer düster und bedrohlich. Die Szenen in denen Mama nicht zu sehen ist, die Kinder aber mit ihr interagieren, überzeugen dank der Leistung von Charpentier und Nélisse auf ganzer Linie.

Szenenbild 4

Es gibt mehrere Fehler, die den positiven Eindruck des Filmes trüben. So fallen dem aufmerksamen Zuschauer mehrere Goofs auf. Trotz des sehr guten Ansatzes, verläuft “Mama” schnell in den üblichen Genregleisen und wird für Fans schnell voraussehbar. Das Finale verliert durch wenig Atmosphäre und mehrere Goofs an Kraft. Auch wenn die Lösung sehr gut ist. An ihr werden sich die Geister der Zuschauer scheiden und lange Diskussionen entbrennen.

Fazit:

Mit seinem Debut “Mama” bringt Andrés Muschietti einen sehenswerten Horrorfilm in die Kinos. Wegen einigen Fehlern und Genreklischees, stellt er sich aufs Ende hin selbst ein Bein.

6/10 Punkte

 

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Über den Author:

JensLiebt Filme und sammelt Trailer. Wenn er keine Filme schaut, schreibt er Kritiken oder treibt den technischen Fortschritt voran.Zeige alle Artikel von Jens →

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