Paris Manhattan Filmplakat

Paris Manhattan

Plakat

Originaltitel: Paris – Manhattan

Laufzeit: 78 Minuten

FSK: freigegeben ab 6 Jahren

Hauptdarsteller: Alice Taglioni, Patrick Bruel, Woody Allen

Regie: Sophie Lellouche

Seit dem 4. Oktober 2012 in den Kinos.

 

Die Apothekerin Alice Ovitz (Alice Taglioni) interessiert sich nur für einen Mann: Woody Allen. Als imaginärer Freund und Ratgeber begleitet der schräge Filmemacher das Leben der eigensinnigen Französin – ganz zum Missfallen ihrer Familie. Schwester und Eltern sehen sie lieber verheiratet mit einem richtigen Mann. Nach einigen schief gegangenen Kuppelei-Versuchen lernt sie gleich zwei Anwärter kennen: zum einen ein verführerischer Schönling und zum anderen der recht desinteressiert wirkende Viktor (Patrick Bruel). Eigentlich relativ klar, wer da das Rennen macht, oder?

 

Szenenbild 1 (Foto: Praesens Film)

 

In Sophie Lellouches Erstlingswerk „Paris Manhattan“ geht es darum, den perfekten Kerl zu finden. Und wirklich nur darum. Die Suche nach Mr. Perfect – unerträgliche anderthalb Stunden lang. Diese eindimensionale Geschichte soll mit verfehltem Witz und schrulligen Marotten der Protagonisten hübsch dekoriert werden. Die wirken dabei aber nur traurig. Hauptfigur Alice hat anscheinend keine Freunde oder und sonst ein Sozialleben, nur ihre bevormundenden Familienmitglieder. Nur ein Mann kann da die Rettung sein, was sonst? Was für ein unerträgliches Klischee!

 

Szenenbild 2 (Foto: Praesens Film)

 

Die ohnehin schon flatterhafte Story wird zudem durch den absolut unzumutbaren Schnitt zerrissen. Schon zu Beginn wird das Publikum durch unvermittelte 10-Jahres-Zeitsprünge geschleift, die einen Einstieg in den Film komplett verbauen. Der Zuschauer ist vollkommen allein. Wahllos reihen sich kurze Episoden aneinander, die ohne erkennbaren größeren Zusammenhang dahinplätschern. Eine unstimmige Geschichte, die ihres Gleichen sucht. Die Dialoge sind ebenso lose, greifen nicht ineinander, enden abrupt oder werden durch einen unvorhersehbaren Ortswechsel abgeschnitten. Im großen Schmachtfinale soll dann ein Gastauftritt von Woody Allen dem Ganzen Glanz und Bedeutung verleihen – leider vergeblich.

 

Szenenbild 3 (Foto: Praesens Film)

 

Fazit:

„Paris Manhattan“ ist ein Debüt, das komplett gescheitert ist. Regisseurin Sophie Lellouche missachtet selbst einfachste Filmgrundlagen. „Paris Manhattan“ entpuppt sich als ein loses Klischee-Sammelsurium schlecht geschnittener Szenen, das ab und an einen Mitleidslacher auslöst. Einfach ein grottenschlechter Film. Da hilft auch der Gastauftritt von Kult-Komiker Woody Allen nichts: gut gemeinte 2/10 Punkten.

 

 

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Über den Author:

Sophiawenn sich die gebürtige und nach wie vor Heimatstadt verliebte Leipzigerin nicht gerade als freie Journalistin, Lektorin und Sprecherin durch den Medien-Dschungel schlägt, ist ihre Stimme vor allem in Kulturradios zu hören – dabei kann sie allerdings nie die Finger von Filmen lassen.Zeige alle Artikel von Sophia →

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