Step Up 4 Hauptplakat

Step Up: Miami Heat

Plakat

Originaltitel: Step Up Revolution

Laufzeit: 97 Minuten

FSK: ab 6 Jahren

Hauptdarsteller: Ryan Guzman, Kathryn McCormick, Misha Gabriel, Cleopatra Coleman, Stephen Boss, Tommy Dewey, Peter Gallagher

Regie: Scott Speer

Ab dem 30. August in den Lichtspielhäusern.

 

 

Ein Gespenst geht um in Miami. Es hört auf den Namen „The Mob“ und veranstaltet Tanzeinlagen mitten im Alltag der normalsterblichen Einwohnerschaft des schmucken Strandörtchens: Sei es der Ocean Drive, sei es das Miami Art Museum oder ein schickes Feinschmecker-Restaurant – Stets machen „The Mob“ durch kreative und spektakuläre Tanzeinlagen auf sich aufmerksam. Und Aufmerksamkeit brauchen die Damen und Herren dieser kleinen Künstlervereinigung auch, denn immerhin wollen sie den Preis für die erste Milliarde an Youtube-Abonnenten einheimsen. Doch plötzlich kommt Hotelmagnat Anderson (Peter Gallagher) auf die Idee, das alte Viertel, in dem die beiden Anführer des „Mob“ aufwuchsen, für ein schniekes neues Hotel plattzumachen. Zeit also, sich zu erheben und die Tanzschühchen für die große politische Sache zu schnüren!

Ach ja, nebenbei geht es natürlich noch um die aufkeimende Liebe zwischen Sean (Ryan Guzman), einem Mitbegründer von „The Mob“ und Emily (Kathryn McCormick), die nicht nur die neue Leadtänzerin sondern vor allem auch die Tochter von ebenjenem Mr. Anderson ist, gegen den es jetzt gehen soll. Oh, oh – Ob das gut gehen kann?

Szenenbild 1

Natürlich, werter Leser, selbstverständlich wird das gutgehen, denn immerhin sind wir in einem Tanzfilm. Und da in diesem Genre Bemerkungen über den Inhalt wie Beschwerden über die Textbeiträge in Herrenmagazinen wirken, sei hier nur ganz schnell eines erwähnt: Am Ende bekommt „The Mob“ einen lukrativen Werbevertrag für NIKE. Das zum Thema „politisches Engagement“.

Aber jetzt mal ehrlich: Wozu überhaupt dieser dämliche, platte und nun wirklich schon über das Erbrechen hinaus bekannte Romeo-und-Julia-Abklatsch von einer Rahmenhandlung, noch dazu abgeschmeckt mit der alten Der-Ort-an-dem-meine-Wurzel-liegen-ist-aber-sowas-von-bedroht-Leier? Da könnten ja selbst ordentliche Schauspieler nicht mehr viel draus machen, geschweige denn das, was hier vor der Kamera herum hüpft. Vor allem Kathryn McCormick verblüfft hier übrigens durch absolute und beständige Ausdruckslosigkeit oberhalb der Mundwinkel. Gruselig. Da wäre es doch viel schöner, wenn man nur die Tanzszenen auf die Leinwand gebracht hätte und uns mit der ganzen dämlichen Handlung verschonen würde. Und das nicht nur, weil man als Tänzer nicht so viel Mimik braucht.

Szenenbild 2

Denn ja, die Tanzszenen an sich sind ganz hübsch geworden und überraschen tatsächlich mit einem tollen Maß an Kreativität. Vor allem die Einlagen im Museum und im Restaurant sind richtig schön anzusehen und bieten zur Abwechslung einmal nicht wenig Neuwert. Und auch wenn gerade die finale – und damit auch längste – Tanzszene sich wider Erwarten als die uninspirierteste und unspektakulärste des ganzen Filmes herausstellt, sind diese Sequenzen dann letzten Endes schon ein klares Argument dafür, sich vielleicht doch mal wieder eine Kinokarte für solch einen Tanzstreifen zu besorgen. Vorausgesetzt natürlich, man kann den ganzen Mist dazwischen verkraften. Und den Preisaufschlag für 3D-Effekte, die sich leider wieder einmal nicht wirklich lohnen.

Szenenbild 3

Fazit:
Letztlich stellt sich die Frage, ob man für schätzungsweise eine Viertelstunde an richtig hübsch anzuschauenden Tanzszenen über eine Stunde an tumber, langweiliger Handlung in Kauf nehmen möchte. Immerhin, ebenjene Tanzeinlagen machen den vierten „Step Up“-Teil (im Gegensatz zu fast allen anderen Tanzfilmen) überhaupt erst erwähnenswert und retten ihn dann auch fast aus den Untiefen des schlimmsten Durchschnitts. Auf 6/10 Punkte.

 

P.S.: Etwas schade ist übrigens, dass man  auch im Originaltitel auf den Einbau der Reihennummer dieses Teils verzichtete. „Step Up 4 Revolution“ hätte neckisch zu den anderen Titel dieser Serie gepasst. Ist aber auch egal.

 

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Über den Author:

MartinLiebt das Kino als natürlichen Lebensraum großartiger Filme, wobei „großartig“ für ihn all das ist, was das Hirn zermartert oder das Herz zerreißt – jeweils im Guten wie im Schlechten und gern auch beides auf einmal. Schwärmt derzeit am liebsten über „The Empire of Corpses“, „A Cure for Wellness“ und „Kundschafter des Friedens“ – außerdem immer wieder gern über „La Grande Bellezza“ und „Die Wolken von Sils Maria“. Hält jetzt solange die Luft an, bis er eine Wiederaufführung des 1995er "Ghost in the Shell" bekommt! Auf Leinwand!!!Zeige alle Artikel von Martin →

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