Das deutsche Kinoposter zu 'Straight Outta Compton'. (Copyright: Universal Pictures Germany, 2015)

Straight Outta Compton

Plakat

Originaltitel: Straight Outta Compton

Laufzeit:  147 Minuten

FSK: 12

Besetzung: O’Shea Jackson Jr., Corey Hawkins, Jason Mitchell

Regie: F. Gary Gray

Verleih Deutschland: Universal Pictures Germany

Ab dem 14. Januar 2016 auf DVD, BD und VoD.

 

In den 1980er Jahren wird Compton, ein Stadtteil von Los Angels, vorwiegend von schwarzen Amerikanern bewohnt. Tristes, Drogen und Kriminalität beherrschen den Alltag. Verschärft wird die Situation durch eine Polizei, die sich vor allem auf nicht weiße Menschen konzentriert. Diese werden misshandelt und transaliert. Die junge Bevölkerung sucht nach Auswegen. Darunter sind Eazy-E, Cube, Dr. Dre und ein paar andere. Sie finden ihren Weg im Rap und Gründen die Combo N.W.A. Sie erzählen von ihrem Leben, Gewalt und Polizei. Damit treffen sie den Nerv der Bevölkerung und machen Rap salonfähig. Das ruft auch den Staat auf den Plan und FBI, Polizei und Zensoren klopfen an ihre Tür.

Wer sich für Musik interessiert, hat sicher von Ice Cube, Dr. Dre und Eazy-E gehört. Weiter gehören DJ Yella, MC Ren, Arabian Prince und D.O.C. zu N.W.A. Ice Cube ist neben diversen Musikprojekten auch in vielen Filmen zu sehen. Da sind zum Beispiel „22 Jump Street“ (2014), „xXx 2 – The Next Level“ (2005) und „Hart am Limit“. Dr. Dre hat auch überall seine Finger drin. F. Gary Gray’s Film „Straight Outta Compton“ erzählt vom Aufstieg und Untergang von N.W.A. Erfolgreich ist er der Versuchung widerstanden, die Protagonisten sich selbst spielen zu lassen. Stattdessen hat er gute Schauspieler gefunden, die den Job machen. Unterstützt werden die Spielszenen durch eingeflochtene Ausschnitte aus TV-Sendungen. Er stellt immer wieder Verknüpfungen zum Zeitgeschehen her und setzt das Verhalten der Mitglieder der Gruppe in einen Kontext. Nebenbei findet er immer wieder Gelegenheit, Größen wie Snoop Dogg zu teasen.

Szenenbild 1

Der Soundtrack ist das was man von einer Musikbiografie erwartet. Die Beats ziehen mit und die Rhymes sitzen. „Straight Outta Compton“ sollte möglichst laut gehört werden. Auch wenn dem Nachbarn Helene Fischer aus dem Regal fällt. Es macht Spaß, unter anderem Eazy-E bei seinen ersten Versuchen mit „Cruisin Down Tha Street“ zu beobachten. Der Film zeigt nicht, dass alle einfach nur eine Begabung haben und ihnen der Erfolg in den Schoß fällt. Es wird gezeigt, wie sie an Tracks basteln und sich gleichzeitig mit Parasiten und Managern herum schlagen müssen.

Mit 2 Stunden und 27 Minuten ist der Film ziemlich lang und weißt einige Längen auf. Das mag von Zuschauer zu Zuschauer unterschiedlich aufgenommen werden. Hier spielt das Interesse an der Geschichte des Raps ein große Rolle.

Die Extras der DVD berichten über die Anfänge, den Werdegang und die Einflüsse auf Bands der Gegenwart. Auf der BD gibt es zusätzlich einen Audiokommentar, einen Bericht zum ersten Album von N.W.A und vieles mehr.

Fazit:

F. Gary Gray zeigt mit „Straight Outta Compton“ den besten Musikfilm der letzten Zeit. Der Soundtrack ist großartig und untermalt perfekt die Geschichte einer wichtigsten Gruppen der Rap-Geschichte. Viele Extras runden das Heimkinoerlebnis ab.

Film: 8/10

Links: http://www.straightouttacompton.com/

 

 

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JensLiebt Filme und sammelt Trailer. Wenn er keine Filme schaut, schreibt er Kritiken oder treibt den technischen Fortschritt voran.Zeige alle Artikel von Jens →

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