Das deutsche Plakat zu 'Tomb Raider' (2018) (Copyright: WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. AND METRO-GOLDWYN-MAYER PICTURES INC., 2018)

Tomb Raider

Hauptplakat

Originaltitel: Tomb Raider

Laufzeit: 118 Minuten

FSK: 12

Besetzung: Alicia Vikander, Dominic West, Walton Goggins

Regie: Roar Uthaug

Verleih Deutschland: Warner Bros. Pictures

Ab dem 15. März 2018 im Kino.

 

Lord Richard Croft ist seit mehreren Monaten verschwunden. Seine Tochter Lara weigert sich ihren Vater für tot zu erklären. Mit der Erklärung würden sich gleichzeitig ihre finanziellen Probleme lösen. So lang sie das nicht tut, schlägt sie sich als Fahrradkurier durch. Mit der Unterschrift würde sie die Hoffnung auf ein Wiedersehen aufgeben. Dass ihr Vater mehr gemacht hat, als ein Unternehmen leiten, findet sie in der Gruft der Familie heraus. Sie folgt seinen Spuren auf eine Insel. Dort ist sie nicht die einzige. Neben einer mysteriösen Organisation erwartet sie der Fluch von Himiko.

Zu der Vorlage braucht es an dieser Stelle nicht viele Worte. Seit den 1996 Jahren hüpft, schießt und rätselt sich Lara Croft durch die gleichnamige Videospielreihe. In den 2000ern ist die Qualität stark eingebrochen und Eidos legte die Reihe auf Eis. Nach einer Erholungspause brachte Square Enix, die Macher von Final Fantasy, ein Reboot heraus. Sie setzten auf eine junge Lara und eine neue Geschichte. Neben viel Applaus, sorgte die stark geschrumpfte Oberweite der Protagonistin für einigen Gesprächsstoff bei Rezensenten und Fans. Das tat dem Erfolg aber keinen Abbruch und 2015 erschien mit “Rise oft he Tomb Raider” die Fortsetzung. 2018 soll der nächste Teil erscheinen.

Regisseur Roar Uthaug (“Cold Prey”, 2006) nimmt das Spiel von 2013 als lose Vorlage. Er inspiriert sich an der Geschichte, erzählt sie aber frei und komprimiert selbst. Das bringt einige Logiklücken und eine weniger spannende Story mit sich. Trotzdem macht “Tomb Raider” Spaß. Im Gegensatz zu Simon Wests und Jan de Bonts Interpretationen hält sich Uthaug an einen realistischeren Touch. Soweit eben möglich. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass auf einer einsamen Insel ein Tempel mit einem tödlichen Geheimnis versteckt ist. Von den Fallen ganz zu schweigen. Aber ist es nicht diese Vorstellung, dass es doch sein könnte, was Filme wie “Indiana Jones” so erfolgreich macht? Es gibt viel zu selten solche klassischen Abenteuerfilme.

Szenenbild 1

Mit Alicia Vikander hat Roar Uthaug eine hervorragende Hauptdarstellerin verpflichtet. 2016 wurde sie als Beste Nebendarstellerin für “The Danish Girl” mit einem Oscar ausgezeichnet. Hier erbringt sie keine weitere Oscarbewerbung. Hat aber sichtlich Spaß an der Rolle. Ihre Lara Croft ist wesentlich glaubhafter als Angelina Jolie. Bei ihr hatte man immer das Gefühl, dass sie als Nerdtraum verpflichtet wurde und nicht als die passende Darstellerin für eine Rolle.

Einige Schwächen leistet sich der Film im CGI. Gibt es überhaupt Filme, in denen ein Absturz mit Fallschirm gut aussah? In “Tomb Raider” findet man einen weiteren verfehlten Versuch. Bei der Gewaltdarstellung hat man sich an das Reboot gehalten. Entsprechend heftiger segnen Gegner das zeitliche. Auch der bekannte Eispickel hat seinen Einsatz. Zu keinem Zeitpunkt ist die Gewalt aber selbstherrlich.

Fazit:

Dem Videospiel hat ein Reboot bereits gut getan. Roar Uthaug gelingt es mit seiner Verfilmung der Reihe auf der Leinwand neues Leben einzuhauchen. Die Story hätte etwas mehr arbeit vertragen, bleibt aber ein kurzweiliger Spaß. Die Hauptdarstellerin ist mit sichtbarer Spielfreude dabei.

Film: 8/10

Links:

https://www.warnerbros.com/tomb-raider

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Über den Author:

JensLiebt Filme und sammelt Trailer. Wenn er keine Filme schaut, schreibt er Kritiken oder treibt den technischen Fortschritt voran.Zeige alle Artikel von Jens →