Ein Mordsteam (Sneak vom 11.03.2013 im Cinestar)

Plakat

Originaltitel: De l’autre côté du Périph

Laufzeit: 95 Minuten

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Omar Sy, Laurent Lafitte

Regie: David Charhon

Seit dem 21. März in den Lichtspielhäusern.

 

 

Zutat 1: Ousmane Diakhité (Omar Sy), nicht wenig beschäftigter und eher unkonventioneller Inspektor des Betrugsdezernats im Pariser Vorort Bobigny. Zutat 2: François Monge (Laurent Lafitte), nicht weniger beschäftigt, aber weitaus konventioneller, möchte er nur möglichst rasch in den Reihen der Kripo der Hauptstadt aufsteigen. Als Bindemittel nutzen wir den Mord an einer Industriellengattin, die Zutat 1 über die Grenzen seines Vororts hinaus in die Innenstadt treibt, denn hier vermutet er eine Verschwörung bis in die höchsten Kreise. Außerdem ist da ein flüchtiger Großindustrieller, mit dem Ousmane noch eine Rechnung offen hat. Doch um sich außerhalb seines Dienstbereiches problemfrei bewegen zu können, benötigt er einen „einheimischen“ Ermittler. Auftritt Zutat zwei, für den sich eine bezirksübergreifende  Zusammenarbeit natürlich hübsch in der Vita machen würde. Umrühren, abschmecken, fertig ist die Actionkomödie klassischer Machart.

Szenenbild 1

Bringen wir es hinter uns: Ja, werter Leser, Omar Sy, das ist der aus „Ziemlich beste Freunde“. Und vermutlich werden wir noch den Rest dieses Jahres immer wieder aufs Neue darauf hingewiesen, wenn in einem  französischen Film auch nur irgend ein Kabelträger an jenem Überraschungserfolg mitgewirkt hat.

Verzeih’ diesen kleinen Ausbruch, werter Leser, und Ehre, wem Ehre gebührt, aber ab und an übertreibt es das Marketing etwas.

Szenenbild 2

Doch immerhin ist Sys Spiel angenehm launig und sorgt für so manchen Schmunzler. Und auch wenn die beiden Hauptfiguren eher mit dem ganz groben Pinsel zusammengekleckselt wurden, so ist wenigstens die Chemie zwischen beiden ganz nett, auch wenn Laurent Lafitte dabei doch etwas blass bleibt.

Außerdem strapaziert der Film mit seiner verhältnismäßig kurzen Laufzeit die Nerven seines Publikums nicht allzu sehr, sondern erzählt seine altbekannte Geschichte recht straff und kurzweilig. Leider entpuppt sich das Gericht etwas zu schnell als Einheitsbrei und wird deshalb wohl kaum länger im Gedächtnis bleiben.

Szenenbild 3

Fazit:
Als Snack für zwischendurch zwar ganz gut geeignet, dürfte „Ein Mordsteam“ wohl kaum den Appetit auf echte Unterhaltung stillen. Schade, da erhofft man sich gerade aus Frankreich doch gerne mal etwas mehr. 6/10 Punkte.

 

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Über den Author:

MartinLiebt das Kino als natürlichen Lebensraum großartiger Filme, wobei „großartig“ für ihn all das ist, was das Hirn zermartert oder das Herz zerreißt – jeweils im Guten wie im Schlechten und gern auch beides auf einmal. Schwärmt derzeit am liebsten über „Die Erfindung der Wahrheit“, „Harmony“ und „Nur ein Tag“ – außerdem immer wieder gern über „La Grande Bellezza“ und „Die Wolken von Sils Maria“.Zeige alle Artikel von Martin →