Olympus Has Fallen Hauptplakat

Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr (OV-Sneak vom 03.06.2013 im Cinestar)

Plakat

Originaltitel: Olympus Has Fallen

Laufzeit: 120 Minuten

FSK: ab 16 Jahren

Darsteller: Gerard Butler, Aaron Eckart, Morgan Freeman, Angela Bassett, Dylan McDermott, Finley Jacobsen, Rick Yune, Melissa Leo

Regie: Antoine Fuqua

Ab dem 13. Juni in den Lichtspielhäusern.

 

 

Noch vor Kurzem war Mike Banning (Gerard Butler) der beste Mann im Secret Service. Doch einem furchtbaren Unglücksfall verdankt er es, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (Aaron Eckart) ihm nicht mehr einfach so in die Augen schauen kann. Was natürlich blöd ist bei einem Leibwächter. Also bekommt Banning irgend so einen egalen Job beim US-Schatzamt aufgebrummt und hat dort nicht mehr viel zu tun.

Da ist es doch fast schon ein Glücksfall, dass nordkoreanische Terroristen unter der Führung eines gewissen Kang Yeonsak (Rick Yune) und unter Mithilfe des verräterischen Secret-Service-Agenten David Forbes (Dylan McDermott) den Präsidenten und wichtige Teile seines Führungsstabes im Bunker unter dem Weißen Haus als Geiseln halten und sich Stück für Stück in das amerikanische Atombombenkontrollsystem „Cerberus“ hacken. Denn nun hat Banning, der zufällig schnell noch einen Weg ins Weiße Haus finden konnte, endlich wieder was Sinnvolles zu tun!

Szenenbild 1

Im letzten Jahr gab es drei Schneewittchen-Verfilmungen, was fast für ein eigenes Sub-Genre gereicht hätte. Dieses Jahr könnte Ähnliches für den Themenbereich „Das Weiße Haus wird angegriffen“ gelten, da uns immerhin auch noch Roland Emmerichs „White House Down“ bevorsteht. Dann mit Channing Tatum als Retro-Actionheld. Doch noch sind wir ja in Runde eins, also betrachten wir nun lieber erstmal den ersten Kandidaten für die Trophäe des besten Das-Weiße-Haus-wird-angegriffen-Films 2013.

Der zeichnet sich vor allem durch seine dämliche Handlung aus. Fast die komplette Ausgangssituation ist absurd, unglaubwürdig und überoffensichtlich nur dazu konstruiert, die Hauptfigur als Einzelkämpfer durchs Weiße Haus zu jagen. Was eventuell sogar unterhaltsam sein könnte, hätte nicht irgendein Kleingeist am Set vehement die Meinung durchsetzen müssen, dass Nachtszenen unbedingt auch so richtig dunkel sein müssen. Jedenfalls bekommt man so von all den vermutlich tatsächlich ganz hübschen Kampfeinlagen kaum etwas mit. Tolle Idee.

Szenenbild 2

Dass man bei dieser Art Film weder von  Handlung noch von Schauspiel wirklich Erwähnenswertes erwarten sollte, dürfte klar sein. Insofern überrascht der Film mit zumindest stets erträglichen Leistungen von allen Beteiligten. Gerard Butler und Aaron Eckart dürfen dabei schön markig-kernige Mannesbilder abgeben, während Morgan Freeman den lieben Onkel und wohlüberlegten alten Weisen spielen darf. Richtig niedlich ist aber die Rolle von Robert Forster: Der darf einen richtig schön säbelrasselnden General geben, komplett mit großen Tönen und taktischer Ignoranz. Ein mittlerweile schützenswert seltenes Klischee! Ansonsten war es schön, mal wieder ein Lebenszeichen von Ashley Judd zu bekommen.

Handwerklich ist der Film – wie gesagt abgesehen von der grottigen Beleuchtung  – ebenfalls im oberen Mittelmaß angesiedelt. Die Effekte sind ganz nett anzusehen, aber stets altbekannt. Nett ist die Tendenz, Codenamen nach Möglichkeit aus der griechischen Mythologie zu entnehmen. Auch wenn sich das rasch schon wieder erschöpft hat.

Szenenbild 3

Fazit:
„Olympus Has Fallen“ ist bekloppt, aber leider nur selten herrlich bekloppt. Als Snack für zwischendurch ist er sicher trotzdem ganz lecker, wenn man Edeltrash etwas abgewinnen kann. Auf Leinwand muss man ihn deshalb aber nicht gleich sehen. DVD oder Fernsehen sollten genügen. Allein schon, weil man dann eventuell die Helligkeit etwas nachjustieren kann. 5/10 Punkte bekommt er trotzdem noch.

VN:F [1.9.22_1171]
Deine Filmbewertung:
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Über den Author:

MartinLiebt das Kino als natürlichen Lebensraum großartiger Filme, wobei „großartig“ für ihn all das ist, was das Hirn zermartert oder das Herz zerreißt – jeweils im Guten wie im Schlechten und gern auch beides auf einmal. Schwärmt derzeit am liebsten über „The Empire of Corpses“, „A Cure for Wellness“ und „Kundschafter des Friedens“ – außerdem immer wieder gern über „La Grande Bellezza“ und „Die Wolken von Sils Maria“. Hält jetzt solange die Luft an, bis er eine Wiederaufführung des 1995er "Ghost in the Shell" bekommt! Auf Leinwand!!!Zeige alle Artikel von Martin →

Hinterlasse einen Kommentar