Safe – Todsicher (Sneak vom 14.05.2012)

Plakat

Originaltitel: Safe

Laufzeit: 95Minuten

FSK: ab 18 Jahren

Hauptdarsteller: Jason Statham, Catherine Chan, Robert John Burke, Reggie Lee

Regie: Boaz Yakin

Ab dem 31. Mai in den Lichtspielhäusern.

 

Mei (Catherine Chan), ein zehnjähriges chinesisches Mädchen, das verflucht gut mit Zahlen umgehen kann, arbeitet auf nicht wirklich freiwilliger Basis für die New Yorker Aussenstelle einer chinesischen Triade. Sie dient dort als menschliches Notizbuch, was sehr günstig ist, da sie, im Gegensatz zu echten Notizbüchern, nicht einfach von jedem Dahergelaufenen aufgeklappt und kopiert werden kann. Doch als sie sich eine irgendwie verdammt wichtige (und auch ziemliche lange) Nummer merken soll, wollen plötzlich auch ein paar russische Schläger sowie die korrupte New Yorker Polizei etwas von ihr. Glücklicherweise trifft sie auf Ex-Cop und seit kurzem auch Ex-Boxer Luke Wright, der ihr nur allzu gern hilft, denn er kann gerade ein bisschen Ablenkung gut vertragen: Seine innig geliebte Frau wurde nämlich jüngst aus dem Leben befördert. Und zwar, und so schließt sich der Kreis wieder,  von ebenjenen russischen Schlägertypen, die nun hinter Mei her sind. Und die korrupten Cops waren mal seine ehemaligen Kollegen. Die Welt ist halt ein Dorf.

Szenenbild 1

Eigentlich gibt es zu “Safe” gar nicht viel zu sagen. Die Story ist dünn, altbekannt, konventionell erzählt und hauptsächlich dazu da, unsere Hauptfigur zum Ort der nächsten Actionsequenz zu befördern. Ebenjene Action ist, wie heutzutage üblich, schnell und konfus fotografiert, sodass man bei all den vermutlich ganz hübsch choreografierten Kämpfen nicht wirklich viel zu sehen bekommt und Jason Statham spielt eine Variation seiner übliche Rolle – dieses Mal ein wahnsinnig kampferprobter Ex-Cop. Dabei darf er zwischen den Prügeleien wie üblich ein paar markige Einzeiler abliefern und das eine oder andere Mal schön grimmig in die Kamera gucken. Die Bösewichte, die man ihm in den Weg stellt, entstammen der Schatulle für Fieslingsprototypen und das einzige, das es zu Wunderkind Mei zu sagen gibt, ist dass sie lobenswerterweise nicht als Autistin geschrieben wurde, sondern sich normal verhalten darf.

Es stellt sich somit nun nur noch die Frage, was an diesem Film so grausam war, dass er sich eine 18er-FSK eingefangen hat.

Szenenbild 2

Hinter “Safe” verbirgt sich keine große Überraschung. Ein Actionfilm wie alle anderen. Ganz nette Unterhaltung für den Moment, die schon Tage später wieder dem Gehirn entfleucht sein dürfte. Wer sowas mag, sei herzlich eingeladen. 5/10 Punkte gibt es dafür jedenfalls noch.

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Über den Author:

MartinLiebt das Kino als natürlichen Lebensraum großartiger Filme, wobei „großartig“ für ihn all das ist, was das Hirn zermartert oder das Herz zerreißt – jeweils im Guten wie im Schlechten und gern auch beides auf einmal. Schwärmt derzeit am liebsten über „Manifesto“, „A Silent Voice“ und „Die Erfindung der Wahrheit“ – außerdem immer wieder gern über „Project Itoh – Harmony“ und „La Grande Bellezza“. Ist vorfreudetechnisch mit 2017 durch, freut sich dafür aber umso inniger, zu Beginn des neuen Jahrs "Your Name" auf Leinwand sehen zu dürfen.Zeige alle Artikel von Martin →