The Help

The Help (OV-Sneak vom 07. 11. 2011)

Deutscher Titel: The Help

FSK: Ohne Altersbeschränkung

Seit dem 08. Dezember in den Lichtspielhäusern.

 

 

Hach, die bonbonbunten 50er. Farblich machte der Film auf jeden Fall Spaß. Mutig hingegen ist das Thema für mich seit gefühlt mindestens 20 Jahren nicht mehr. Und irgendwie will der Funke dann auch ansonsten nicht so richtig überspringen.

Das könnte daran liegen, dass die meisten Figuren reichlich flach geraten sind – inklusive Skeeter, die auch nur die zigtausendste Rebellin ist, die irgendwie irgendwas erreichen will. Einzig zwei Charaktere konnten mich überzeugen: Zum einen der Chefredakteur des lokalen Blättchens, weil er schlicht zum Schießen komisch war und zum Anderen Celia Foote, also ausgerechnet das aufgedrehte White-Trash-Trophy-Wife, das sich zu meiner persönlichen positiven Überraschung als die eine komplex angelegte Figur herausstellte und deren Darstellerin, Jessica Chastain, dann auch die fünf Sekunden ergreifendes Schauspiel dieses Machwerks zeigen durfte, als ihre Rolle voller Stolz präsentierte, wie sie selbst gekocht hatte (ohne Mist – was man in so eine Szene alles hereinlegen kann, hätte ich niemals gedacht). Außerdem ließen die Szenen zwischen Minny und ihr als einzige wenigstens vereinzelt den alten Charme von “Miss Daisy und ihr Chauffeur” aufblitzen.

Ansonsten ist “The Help” leider nur Massenware, bekömmlich und schnell verdaut. Gegessen und Vergessen. 7/10 Punkte gebe ich trotzdem für Farbenfreude und Trophy Wife.

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Über den Author:

MartinLiebt das Kino als natürlichen Lebensraum großartiger Filme, wobei „großartig“ für ihn all das ist, was das Hirn zermartert oder das Herz zerreißt – jeweils im Guten wie im Schlechten und gern auch beides auf einmal. Schwärmt derzeit am liebsten über „Nur ein Tag“, „Genocidal Organ“ und „A Cure for Wellness“ – außerdem immer wieder gern über „La Grande Bellezza“ und „Die Wolken von Sils Maria“.Zeige alle Artikel von Martin →