Codename UNCLE

Originaltitel: The Man from U.N.C.L.E.

Laufzeit: 116 Minuten

FSK: 12

Besetzung: Henry Cavill, Armie Hammer, Alicia Vikander

Regie: Guy Ritchie

Verleih Deutschland: Warner Bros. Pictures

Ab dem 17. Dezember 2015 auf DVD, BD und VoD.

 

Zwischen den Großmächten USA und Sowjetunion tobt der Kalte Krieg. Eine Terrororganisation hat zum Ziel diesen zu erhitzen und bemächtigt sich einer Atombombe. KGB und CIA schicken je einen Mann, um den dritten Weltkrieg zu verhindern. Dabei sollen aber nicht die eigenen Ziele unbeachtet bleiben. Gelingt es Illya Kuryakin und Napoleon Solo die Bombe zu stoppen, bevor sie sich selbst bekämpfen?

„Codename U.N.C.L.E.“ basiert auf der amerikanischen Serie „The Man from U.N.C.L.E.“ (1964 – 1968). In Deutschland wurde sie unter dem Namen „Solo für U.N.C.L.E.“ im West-Fernsehen gezeigt. Der englische Titel des Kinofilms behält den Titel der Serie bei. Warum für Deutschland der Titel „Codename U.N.C.L.E.“ gewählt wurde, bleibt das Geheimnis der Verleiher.

Regie führt Guy Ritchie. Ritchie verantwortete zum Beispiel bekannte Filme wie „Bube Dame König grAS“ (1998) und die beiden Teile von „Sherlock Holmes“ (2009, 2011). Sein Stil ist „Codename U.N.C.L.E.“ in jeder Szene anzusehen. Er scheint sich aber nicht entscheiden zu können, in welche Richtung er mit dem Film möchte. Schnitte sind hektisch-chaotisch und wirken manchmal ziellos. Eine Kampfszene wurde mit an Comic-Panels erinnernden Bild-in-Bild-Konstrukten visualisiert. Abgesehen davon, dass das plötzliche Auftauchen und die Masse der Bilder überfordert, sollte der Stil durch den ganzen Film gezogen werden. Nicht nur einmal völlig zusammenhangslos dem Zuschauer um die Ohren gehauen werden. Wenn ein Charakter einen Plan ausgeheckt hat, um einen Gegner zu einer bestimmten Handlung zu locken, wird dieser mit hektisch geschnittenen Flashbacks noch mal haargenau erklärt. Durch die Unstrukturiertheit unterstützen diese aber nicht das Verstehen der Handlung.

Die Story zieht sich teilweise, ist aber nicht uninteressant. Guy Richie versucht sie mit Slap-Stick- Einlagen aufzulockern. Diese leiden aber auch durch den schlechten Schnitt und Planlosigkeit des Szenenaufbaus. Der Cast aus Henry Cavill, Armie Hammer und Alicia Vikander hinterlässt vor allem durch ihren Kleidungsstil nachhaltigen Eindruck. Dieser fügt sich fabelhaft in das 60er Jahre Szenario ein. In der englischen Version sind ihre Akzente selbst für Muttersprachler schwer zu verstehen. Dank der guten deutschen Syncro, haben deutsche Zuschauer es wesentlich einfacher den Dialogen zu folgen.

Auf der BluRay befinden sich die deutsche und englische Tonspur in Dolby Atmos 5.1. Die Technologie ist noch nicht Standard in allen Kinos. Stellt aber einen Mehrwert dar, der zusätzliche Kosten der Kinokarte rechtfertigt. Für das Heimkino brauchen Anwender eine passende Anlage mit Decoder, um die Technologie genießen zu können. In den Extras werden unter anderem die Motorräder des Films und das Team von U.N.C.L.E. vorgestellt.

Fazit:

Guy Richie zeigt mit „Codename U.N.C.L.E.“ einen guten Spionagethriller. Die Story macht Spaß, wird aber durch den planlosen und inkonsistenten Schnitt, und im englischen schwer verständlichen Akzent, in den Hintergrund gedrängt.

Film: 5/10

Links: http://www.warnerbros.de/kino/codename_uncle.html

 

 

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Über den Author:

JensLiebt Filme und sammelt Trailer. Wenn er keine Filme schaut, schreibt er Kritiken oder treibt den technischen Fortschritt voran.Zeige alle Artikel von Jens →

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