Das deutsche Hauptplakat zu 'The Gallows' (Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.)

Gallows – Jede Schule hat ein Geheimnis

Plakat

Originaltitel: The Gallows

Laufzeit: 81 Minuten

FSK: ab 16 Jahren

Besetzung: Reese Mishler, Pfeifer Brown, Ryan Shoos, Cassidy Gifford

Regie: Travis Cluff, Chris Lofing

Verleih Deutschland: Warner Bros. Germany

Ab dem 27. August 2015 im Kino.

 

Vor 20 Jahren kam bei einer Theateraufführung an einer High-School ein Schüler tragisch ums Leben. Anlässlich des Jahrestages, soll das Stück „The Gallows“ erstmals wieder aufgeführt werden. Einer der Hauptdarsteller ist der Footballspieler Reese Houser. Dass ein Footballspieler die Hauptrolle in einem Theaterstück spielt, kommt bei seinen Freunden gar nicht gut an. Sein Mannschaftskollege Ryan Shoos überredet ihn nachts in die Schule einzusteigen und das Stück zu sabotieren. Es dauert nicht lang bis sie realisieren, dass Etwas auf sie gewartet hat. Wer wird den nächsten Tag erleben?

Szenenbild 1

Für Travis Cluff und Chris Lofing ist es der erste Ausflug in das Horrorgenre. Das Drehbuch haben sie selbst geschrieben und Travis übernimmt als Mr. Schwendiman sogar eine kleine Nebenrolle. Insgesamt hat der Film rund 100.000 US$ gekostet. Die sieht man ihm aber nicht an. Der Cast spielt nur mittelmäßig und bei der Ausleuchtung wurde wohl gespart. „The Gallows“ ist ein Found Footage Film. Dieses Genre ist in der Filmbranche sehr beliebt. Es erlaubt schnell und kostengünstig ein Film zu produzieren, der im besten Fall ein vielfaches seiner Produktionskosten wieder einspielt. Oft geht die Rechnung mit einem knappen Break-Even auf. „The Gallows“ hat mit rund 10 Mio. US$ allein am Startwochenende genug eingespielt, dass eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit ist.

Viele Zuschauer am Startwochenende garantieren aber noch keinen guten Film. Vielmehr wird im hier besprochenen Fall, der sehr gelungene Teaser das Publikum angelockt haben. Die Trailer haben später eher das Ergebnis im unteren Durchschnitt angekündigt. Die Hauptfiguren liefern sich einen Wettstreit, wer den Zuschauer am schnellsten nervt. Diesen Kampf gewinnt eindeutig Ryan Shoos. Schon nach 5 Minuten ist der Zuschauer versucht, das laufende Klischee eines Footballspielers mit unbehandeltem ADHS Syndrom und Aufmerksamkeitdefiziterscheinungen selbst an den Galgen zu bringen. Leider muss er sich aber viel zu lang mit ihm herumquälen. Die Charaktere haben übrigens alle die selben Vornamen wie ihre Schauspieler. Bei Ryan Shoos haben die Drehbuchschreiber besonders viel Kreativität bewiesen und ihn mit dem Schauspieler Ryan Shoos besetzt. Ob zwischen dem Charakter und dem Schauspieler Zusammenhänge bestehen, ist nicht bekannt.

Szenenbild 2

Der Film spielt zu 95% in der Schule. Zu Beginn zieht er sich. Als es dann endlich losgeht, blitzt an einigen Stellen sogar Spannung auf. Leider ist die tolle Treppenhausszene aus dem Teaser allgemein bekannt. „The Gallows“ krank wie die meisten Found Footage Filme an der Logik. Es ist schwer zu verstehen, wie Charaktere panisch eine Leiter ersteigen, gleichzeitig ein Handy halten und Bilder ihres Verfolgers machen können. Kein Mainstreamhandy hat ein Nachtsichtgerät eingebaut. Erst recht nicht dieser Qualität. Einige unlogische Lichtquellen gehören zum Genre. Ich kreide dem Film keinen fehlenden Realismus an. Aber das Found Footage Genre lebt davon, dass es auf den Zuschauer möglichst überzeugend wirkt. Auch wenn übernatürliche Wesen auftauchen.

Wie nach den vorhergehenden Absätzen zu erwarten, sollte das Drehbuch ebenfalls Mist sein. Genau hier liegt aber die Überraschung. Abgesehen von den teilweise schrägen Handlungen der Protagonisten, ist die Story nicht schlecht. Hier zeigen Travis Cluff und Chris Lofing das Potential von „The Gallows“. Es macht Spaß den Hintergrund und die Folgen des Unglücks zu erforschen. Die letzten 15 Minuten und das Ende sind sogar bemerkenswert gut. Leider lenken aber die nervenden Charaktere und Logiklöcher zu sehr ab.

Fazit:

Mit „The Gallows“ bringen Travis Cluff und Chris Lofing einen akzeptablen Horrorstreifen auf die Leinwand. Die Story macht Spaß, wird aber durch unterirdische Darsteller und handwerkliche Fehler in den Hintergrund gedrängt. Schade.

Film: 5/10

Links: http://thegallowsmovie.com/

 

 

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Über den Author:

JensLiebt Filme und sammelt Trailer. Wenn er keine Filme schaut, schreibt er Kritiken oder treibt den technischen Fortschritt voran.Zeige alle Artikel von Jens →

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