Alita (Rosa Salazar) und Hugo (Keean Johnson) schauen nach Salem. (Copyright: Twentieth Century Fox, 2019)

Alita Battle Angel

Hauptplakat

Originaltitel: Alita: Battle Angel

Laufzeit: 122 Minuten

FSK: 12 Jahre

Hauptdarsteller: Rosa Salazar, Christoph Waltz, Jennifer Connelly, Mahershala Ali

Regie: Robert Rodriguez

Seit dem 14. Februar im Kino.

 

Auf dem Schrottplatz unter Salem findet Dr. Dyson Ido den Kopf eines weiblichen Cyborgs. Er packt ihn ein und gibt ihm einen Körper. Das Mädchen, Alita, versucht nach ihrem Erwachen in der neuen Welt seinen Platz zu finden. An ihre Vergangenheit kann sie sich nicht erinnern. Mit ihrem Freund Zapan sucht sie nach Hinweisen ihres früheren Lebens. So ganz unschuldig ist aber auch Zapan nicht. Wie Ido und Vector, hat er eigene Pläne mit dem Mädchen. Wem kann sie vertrauen und was ist das Geheimnis von Salem?

James Cameron soll einmal zu Robert Rodriguez gesagt haben, dass, wenn „Avatar“ (2009) ein Erfolg wird, er sein restliches Leben keine anderen Filme außerhalb des Franchise drehen wird. Bis heute hält er sich daran. „Avatar“ wurde ein großer Erfolg und Cameron kündigt nur noch Fortsetzungen an. Inzwischen reicht sein Plan bis 2025. Etwas schade um einen der größten Regisseure der Gegenwart. Hat er doch noch einige Skripte, die auf die Leinwand gehören. Eines davon war die Verfilmung von Yukito Kishiro’s „Gunnm“. Zum Glück gibt es Robert Rodriguez. Dieser schwatzte Cameron das Skript ab und bringt den Film als „Alita: Battle Angel“ auf die Leinwand. Sollte der Film ein Erfolg werden, können zwei weitere Teile folgen. Der Film deckt bis jetzt nur die ersten Bände des Mangas ab.

Bis jetzt läuft der Film leider nur schleppend. Laut IMDB hat er bis zum 25. Februar nur rund 62 Mio. US$ seiner 170 Mio. US$ Produktionskosten eingespielt. Knapp die Hälfte allein am Startwochenende. Wirtschaftlich gilt er damit als Flop.

Szenenbild 1

An den Effekten liegt es sicher nicht. Im Gegensatz zu dem Trend von dystopischen Filmen, beschreibt Alita eine freundlichere Welt. Auch hier liegt einiges im Argen. So gibt es die Factory, deren Kopfgeldjäger das Recht für sich beanspruchen. Eine Klassengesellschaft, in der die einen in Salem über den Slums (Jeru) schweben. Nur wer Meister im Motorball wird, bekommt eine Fahrkarte nach oben. Insgesamt sind die Menschen aber optimistischer und heulen weniger herum.

Die Story lässt James Camerons Handschrift erkennen. Es gibt eine Liebesgeschichte, Action und das große Böse. Ein Hauptthema seines Schaffens – und der meisten Filme und Literatur im Allgemeinen. Sie stellt aber auch Fragen, welche in der Zukunft noch auf uns warten. Zum Beispiel, welche Beziehung haben Menschen zu Robotern. Schon heute stehen wir vor der Frage, wie wir mit Assistenten wie Alexa und Siri umgehen. Stellen wir Fragen bittend oder fordernd. Freundlich oder herrschend. Gibt es überhaupt ein Richtiges und Falsches Verhalten einer Maschine gegenüber? Im Versuch sind auch Systeme, die sich unserer Stimmung anpassen. Bis sie eigene Stimmungen entwickeln ist nur eine Frage der Zeit. Die Singularität wird schneller eintreten, als es viele erwarten und Fragen stellen, die Generationen beantworten müssen.

Rosa Salazar ist eine gute Wahl als Alita. Sie spielt ihre Figur von einem jungen aufgeregten Mädchen in einer neuen Welt, dass schnell erwachsen werden muss. Christoph Waltz begleitet sie hier gut. Jennifer Connelly spielt eine Art Cruella DeVil. In Szenen mit Mahershala Ali geht sie unter. Er hat nicht unverdient einen Oscar erhalten.

Fazit:

SciFi Fans können sich freuen, dass „Gunnm“ aka Alita durch Robert Rodriguez den Weg ins Kino gefunden hat. Der Film ist ein kurzweiliger Trip, der einige berechtigte Fragen stellt. Es währe ein Jammer, wenn er keine Fortsetzung erfahren würde. Immerhin wurde das Ende so gestaltet, dass es den Zuschauer im Worst Case zwar traurig, aber nicht enttäuscht entlässt.

Film: 9/10

Links:

https://www.foxmovies.com/movies/alita-battle-angel

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Über den Author:

JensLiebt Filme und sammelt Trailer. Wenn er keine Filme schaut, schreibt er Kritiken oder treibt den technischen Fortschritt voran.Zeige alle Artikel von Jens →